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Anthologie der polnischen Dichtung



02.09.2010

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biographien
film
ANDRZEJ ŻUŁAWSKI
Sprachen:  polski  deutsch 
 fot. Photopass.pl 
Film- und Theaterregisseur, Drehbuchautor, Schauspieler, Schriftsteller, Dichter und Feuilletonist. Sein Spielfilmdebüt Trzecia czesc nocy / Ein Drittel der Nacht (1971) war ein großes künstlerisches Ereignis. Seit Mitte der 70-er Jahre - nachdem sein Film Diabel / Satan der Zensur zum Opfer gefallen war und die kommunistischen Machthaber die Dreharbeiten zu Na srebrnym globie / Der silberne Planet gestoppt hatten - realisierte er seine Filme überwiegend in Frankreich (u.a. L'Important c'est d'aimer / Nachtblende, Possession, La Femme publique / Die öffentliche Frau, L'Amour braque / Liebe und Gewalt oder La Fidelite / Die Treue). Erst 1996 drehte er nach langer Pause wieder einen Film in Polen: Szamanka / Chamanka entsprach in keiner Weise dem allgemeinen Publikumsgeschmack, der Film löste zahlreiche Kontroversen aus und schockierte mit der Kühnheit seines Inhalts und seiner Bildsprache. Andrzej Zulawski ist Ritter des französischen Ordre des Arts et des Lettres sowie der Ehrenlegion. In den letzten Jahren widmete er sich vor allem seiner schriftstellerischen Tätigkeit.
"Um ehrlich zu sein, widme ich dem, was im polnischen Kino geschieht, keine besondere Aufmerksamkeit. Im Grunde genommen hat keiner der polnischen Filme, die ich in den letzten fünfzehn Jahren gesehen habe, bei mir einen tieferen Eindruck hinterlassen. Die Generation der alten Meister scheint sich bereits verbraucht zu haben und es gab niemanden, der an ihre Stelle treten konnte. Die Regisseure, die nach 1989 debütierten, haben weder ein Rezept für die Beschreibung der neuen Wirklichkeit gefunden, noch haben sie irgendeine neue künstlerische Qualität geschaffen. Das sind anderthalb verlorene Generationen, die entweder nichts Wichtiges zu sagen hatten oder die es nicht geschafft haben, sich mit ihren Ideen durchzusetzen und sich mutig und solidarisch den verknöcherten Strukturen der polnischen Kinematographie entgegenzustellen. Erst jetzt, da eine Gruppe von rebellischeren Filmemachern der jüngsten Generation mit einer originellen und eigenen Auffassung von Film in Erscheinung tritt, gibt es eine Chance, dass sich daran endlich etwas ändert." (Andrzej Zulawski - nicht autorisiertes Zitat)
November 2005
 


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