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Anthologie der polnischen Dichtung
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"Seit dem Beginn der politischen Umwälzungen in unserem Land sind bereits 16 Jahre vergangen. In der Wirklichkeit des polnischen Films ist ein Markt aufgetaucht, ein neuer Hegemon, der an die Stelle der kommunistischen Willkürherrschaft getreten ist. Die junge Generation der Filmemacher, die nach 1989 debütierten, begann ihre Arbeit in einer Zeit des ethischen und organisatorischen Chaos. Und trotz dieser wenig günstigen Umstände ist die Stimme dieser Generation durchaus vernehmbar. Auf dem Gebiet des Dokumentarfilms können die 'Jungen' wirklich stolz auf sich sein, und auch ich kann ihre Werke nur aus ganzem Herzen loben. Die Filme von Pawel Lozinski, Drygas, Piekorz, Staron, Jablonski, Pacek, Koszalka und Malec sind mir gut bekannt. Vor allem haben sie es geschafft, eine gesellschaftliche Reaktion beim Publikum auszulösen. Ich hatte zwar nicht die Gelegenheit, jedes dieser Aufsehen erregenden Werke unserer jungen Dokumentarfilmer zu sehen, doch allein schon die Tatsache, dass sie Aufsehen erregten, beweist eindeutig, dass der Dokumentarfilm sich dank ihnen gerade wieder zu einem wesentlichen Bestandteil unser Filmlandschaft entwickelt.
Die Spielfilmdebüts der vergangenen fünfzehn Jahre sind äußerst vielfältig. Sie reichen von kommerziellen Werken, die zu echten Publikumsrennern wurden (Psy / Hunde, Chlopaki nie placza / Jungen weinen nicht), über Independent-Filme bis hin zu den durchaus professionellen Werken eines außerhalb der offiziellen Strukturen entstandenen Off-Kinos. Von den letzteren erreichte zumindest einer - Edi - sogar ein breites Publikum. Die Filme unserer jüngsten Generation von Filmemachern (Gajewski, Jakimowski, Barczyk) unterscheiden sich selbstverständlich von den Werken ihrer älteren Kollegen (Kolski, Majewski, Krauze), aber mir scheint, dass es in der polnischen Kinematographie mehr Kontinuität als drastische Brüche mit der Tradition aus der Zeit des real existierenden Sozialismus gibt." (Krzysztof Zanussi)
November 2005 |
