in Vorbereitung:

Anthologie der polnischen Dichtung



21.03.2010

Hauptseite kulturelle Zeitschriften Suche

Herausgeber:



wichtige Links
Ministerium für Kultur und Nationalerbschaft - Ministerstwo Kultury i Dziedzictwa Narodowego Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten - Ministerstwo Spraw Zagranicznych Polnische Institute Berlin - Deutschland Bratislava - Slowakei Bukarest - Rumänien Budapest - Ungarn Düsseldorf - Deutschland Kiyv - Ukraine Leipzig - Deutschland London - Großbritanien Minsk - Weißrußland Moskau - Russland New York - Vereinigte Staaten (USA) Paris - Frankreich Prag - Tschechien Rom - Italien Sankt Petersburg - Russland Sofia - Bulgarien Stockholm - Schweden Tel Aviv - Israel Wien - Österreich Wilna - Litauen

biographien
musik
JANUSZ OLEJNICZAK
Sprachen:  polski  english  deutsch 
Pianist und Pädagoge, geboren am 2. Oktober 1952 in Wroclaw.

Olejniczak erhielt Klavierunterricht in Lodz und später in Warschau bei Luiza Walewska, Ryszard Bakst und Zbigniew Drzewiecki. Schon damals konzertierte er in und außerhalb Polens, u. a. auf der MIDEM in Cannes. 1970 wurde er als jüngster Teilnehmer Preisträger des INTERNATIONALEN FREDERIC-CHOPIN-PIANISTENWETTBEWERBES in Warschau. 1972 wurde er Preisträger des ALFREDO-CASELLI-PIANISTENWETTBEWERBES in Neapel. Von 1971 bis 1973 studierte er in Paris bei Konstanty Schmaeling und Witold Malcuzynski. Nach seiner Rückkehr nach Polen absolvierte er die Warschauer Musikakademie in der Klasse von Barbara Hesse-Bukowska und setzte gleichzeitig sein Studium bei Wiktor Mierzanow fort. Olejniczak gab nun bereits Konzerte in ganz Europa, Japan, Australien und Amerika. Er spielte unter der Leitung von Dirigenten wie Witold Rowicki, Jerzy Maksymiuk, Charles Dutoit, Jacek Kaspszyk, Wojciech Michniewski, Kazimierz Kord und Grzegorz Nowak. Er spielte in so berühmten Konzertsälen wie der Berliner Philharmonie, der Thonehale in Düsseldorf , dem Teatro Collone in Buenos Aires, der Salle Pleyel in Paris, der Santhory Hall in Tokio und dem Lincoln Center in Washington. Er leitete Meisterkurse in Kanada und Japan und unterrichtete die Studenten der Europäischen Mozart-Akademie.

Janusz Olejniczak machte zahlreiche Radio-, Fernseh- und Schallplattenaufnahmen in und außerhalb Polens (u. a. für die Schallplattenfirmen Polskie Nagrania, Selene, Tonpress, Camerata, Pony Canyon, Opus 111 und CD Accord). Für seine Chopin-Interpretationen erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u. a. die "Goldene Schallplatte" (für sein Chopin Recital), den Musikpreis der Polnischen Schallplattenindustrie "Fryderyk '95" sowie den Titel "Platte des Jahres 1995" der Zeitschrift "Studio" (für die Klavierkonzerte Chopins mit dem Orchester der SINFONIA VARSOVIA unter der Leitung von Grzegorz Nowak). Olejniczaks Repertoire reicht vom Barock bis hin zu zeitgenössischer Musik. Er tritt sowohl als Solist als auch als Kammermusiker auf. In Andrzej Zulawskis Film LA NOTE BLEU spielte er die Rolle Frederic Chopins.

Die Musik Chopins verlangt vom Interpreten ein besonderes Maß an Sensibilität. Selbstverständlich kann sich jeder Pianist an ihr versuchen, doch nur unter den Fingern eines wahren Künstlers offenbart sich ihre ganze Schönheit. Der Pianist muss in der Lage sein diese Schönheit zu erfühlen, in den Noten, aber auch zwischen ihnen, denn der Reichtum dieser Musik geht weit über ihre Notation hinaus. Janusz Olejniczak ist ein solcher Künstler, ein Pianist von außergewöhnlicher Sensibilität, der jede einzelne Note fühlt, aber auch das, was zwischen den Noten ist. Seine Karriere begann 1970 mit dem VIII. CHOPIN-WETTBEWERB und bis heute ist er in und außerhalb Polens vor allem als Interpret der Musik Frederic Chopins bekannt, obwohl auch viele andere Werke zu seinem Repertoire gehören. Die Musik Chopins fasziniert ihn – wie er es selbst einmal formulierte – vor allem aufgrund ihrer Flüchtigkeit, ihrer Unfassbarkeit.
"Sie ist wie ein Paradiesvogel, der einem immer wieder aus den Händen gleitet. Nur manchmal gelingt es einem, ihr Wesen zu erfassen oder sich ihr zumindest anzunähern. Sie bietet unendlich viele Interpretationsmöglichkeiten, sie ermöglicht eine ständige Weiterentwicklung des eigenen ästhetischen Empfindens, des eigenen künstlerischen Geschmacks, sie lässt einen das selbe Werk auf unterschiedliche Art und Weise sehen und sich ihm individuell und immer wieder aufs Neue annähern. Es gibt da etwas in der Chopinschen Musik, dass einen dazu reizt, das selbe Fragment immer wieder anders zu spielen, die selbe Phrase immer wieder neu zu gestalten. Wenn man die Werke Chopins spielen möchte, benötigt man – nach Janusz Olejniczak – eine Vorstellung von ihrer Ganzheit. Doch die endgültige Vision entsteht erst während des Spielens selbst. Meine Demut gegenüber Chopin erlaubt es mir nicht, mich mit einer bestimmten Version zufrieden zu geben, zu sagen, ein Fragment sei in eben dieser Form definitiv am Besten. Ich muss es also immer wieder aufs Neue versuchen."
Janusz Olejniczak fühlt sich Chopin auf eine besondere Weise verbunden, manchmal behauptet er sogar scherzhafterweise, er habe sich mit dem Geist Chopins angefreundet. Diese Verbundenheit entstand mit der Teilnahme am CHOPIN-WETTBEWERB. Bekanntermaßen ist es für einen polnischen Pianisten kaum möglich, ohne eine Teilnahme an diesem Wettbewerb in Polen bekannt zu werden. Olejniczak nahm also teil, erhielt für ihn selbst unerwartet einen Preis und machte sich so dank Chopin einen Namen. Glücklicherweise hatte er jedoch schon immer ein Faible für die Musik Chopins gehabt und sie nie als einen Zwang empfunden. Früher musste er auf jedem seiner Konzerte Chopin spielen. Außerhalb Polens kündigte man ihn als polnischen Pianisten und Preisträger des VIII. CHOPIN-WETTBEWERBES an. Doch obwohl er heute sein Repertoire selbst bestimmen kann, wählt er noch immer bevorzugt die Werke Chopins aus. An seinen ersten Kontakt mit der Musik Chopins erinnert er sich noch genau:
"Ich war voller spontaner Begeisterung über einzelne Phrasen und hatte diese besondere Frische des Blicks. Vieles von dieser Unmittelbarkeit ist im Laufe der Jahre zerstört worden, an ihre Stelle trat die Reflexion, das Nachdenken. Man beginnt nach neuen Ideen für diese oder jene Phrase zu suchen, denkt über einzelne Motive nach – und man verliert diesen ersten, natürlichen Ansatz. Man beginnt 'Kniffe' zu verwenden, die einem als interessante musikalische Varianten erscheinen, und doch nicht mehr sind als oberflächliche Spielereien und Klamauk. Doch Chopin verträgt keine Routine, man muss ihn immer wieder aufs Neue fühlen und reifes Empfinden mit spontaner Emotion verbinden. Eben dies macht die Schwierigkeit dieser Musik aus, sobald man jedoch den richtigen Schlüssel zu ihr gefunden hat, gibt es keine größere Befriedigung als Chopin zu spielen."
Polnisches Informationszentrum für Musik
Polnischer Komponistenverband
Dezember 2002
 

top

www.culture.pl | über uns
© Copyright by Adam Mickiewicz Institut | www.iam.pl/en
Andere Internetseiten, geführt durch das Adam-Mickiewicz-Institut: www.diapozytyw.pl/en
Website architecture and programming: www.ornak.pl/en